Freitag, 4. Januar 2008

Kyoto - Urban Guild

Wir sitzen gerade mitten im Urban Guild. Ein abgefahrener Club mitten im Geisha-Viertel (Gijon) von Kyoto. Ich finde der Laden hat einen Underground-Garage-Style. Blanke Betonträger und alles recht kahl. Soundtechnisch auch dementsprechend ein bisschen problematisch.

Wir haben alles aufgebaut und werden frühestens in 2,5 Stunden mit dem Gig beginnen. Um mich rum sitzen extrem viele Hippies und auch die erste musikalische Einlage hat viel spiritualistisches gehabt. Wie bisher eigentlich bei allen Clubs ist auch hier das Publikum sehr angenehm. Jetzt wo ich nach dem Gig diesen Text hier abschreibe muss ich sagen, dass sich dieser Eindruck noch extrem verstärkt hat. Wir hatten in Kyoto viel mehr Gespräche mit den Leuten und ich habe den Eindruck, dass die Einwohner von Kyoto im Vergleich zu den Leuten aus Tokio viel lieber Körperkontakt suchen. Vielleicht lag das aber auch an diesem Hippie Umfeld. Insgesamt waren heute wohl ca. 50 Leute da. Die sehr begeistert mit uns gefeiert haben. Wir haben zwei Songs mit zwei Percussionisten gemacht, das war auch sehr lustig. Soviel zum Gig heute!

Hinter uns liegen drei freie Tage, die wir so gut es ging mit Entspannen, Gesundwerden, Reisen (Tokio -> Kyoto) und Sightseeing (vor allem in Kyoto) verbracht haben. Gerade nachdem wir essen waren sind wir durch die winzigen Gassen des Geisha-Viertels gegangen und haben dabei auch prompt fünf Geishas bei ihrem Gang zur Arbeit gesehen.

Lars sagt: Prozessoptimierung – Stillstand heißt Rückschritt – Entscheidung ist alles!!!

Damit bezieht er sich, glaube ich auf den von uns begonnenen Dialogprozess. Wir wollen versuchen uns täglich einmal zu fünft zu treffen und über Organisatorisches, Musikalisches, Eindrücke und evtl. auftretende Probleme zu sprechen. Ich persönlich finde das Ganze klappt super und liefert uns die Möglichkeit uns gegenseitig Feedback zu geben.

Kyoto-Izakaya

Gestern abend waren wir alle gemeinsam in einem Izakaya essen. Das sind Restaurants in denen man gemeinsam lauter kleine Speisen bestellt und die dann zusammen verzehrt. Man kann also viele Sachen probieren und muss sich nicht so festlegen. Am Schluss wird dann traditionell einfach die ausgegebene Summe durch die Anzahl der Essenden geteilt und jeder zahlt seinen Teil. Über den Abend verteilt sind kleine, schwangere Fische, die man mit Kopf isst, Fischherzen, frittierte Knorpel, roher Fisch, Fleischspießchen, verschiedene Tofuvarianten, Tintenfischringe, grüne Bohnen, geröstete Haut und vieles mehr auf unserer Tafel gelandet. Für all diese Köstlichkeiten (gut manches war auch komisch) möchten wir uns ganz herzlich bei Herrn Fischl bedanken. Totemo oishi! Arigatou!

Sorry, für's so lange nicht schreiben!!! Jetzt ist es 3:30 Uhr. Ich geh schlafen!!!

Mittwoch, 2. Januar 2008

Off-Day!!!

Wir haben jetzt glaube ich Mittwoch. Es ist der Abend des zweiten Offdays und wir sind extrem platt. Die letzte Nacht haben wir in einem vergleichsweise bequemen, aber eben halt doch in einem Bus verbracht. Heute Nacht stand ich mitten im Schnee. Zum Glueck dann in Kyoto nicht mehr. Wir sind um 6:30 Uhr in Tokyo angekommen und haben dann unsere Sachen am RokuRoku Ryokan (traditionellere japanische Herberge) abgegeben.

Thomas, Johannes, Lars und ich sind dann zu Fuss zu einem Onsen (warmes Badehaus) am anderen Ende der Stadt aufgebrochen. Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass gleich um die Ecke ein anderes Bad ist. Aber das war eigentlich auch egal, denn unser Trip durch Kyoto hat auch so viel Spass gemacht. Es ist kulturell schon echt an jeder Ecke was zu sehen. Die Haeuser hier sind viel kleiner und irgendwie wirkt die Stadt sympathischer als Tokio auf mich.

Mit meinem Schnupfen bekomm ich hier noch Komplexe! Ich habe schon ueberlegt, ob ich mir eine Maske kaufen soll.

Vielleicht spaeter noch mehr und vielleicht kommt auch noch ein Bild...

Michls Eintrag

Yoyoyo, liebe Daheimgebliebenen! Endlich schaff ichs auch mal, was zu schreiben...
Nur kurz, damit sich keiner (OK, meine Mutter) Sorgen macht, ich bin wieder pumperlgsund. Geheimrezept: japanischer Tee mit einem kraeftigen Schuss Jameson. So geschwitzt hab ich schon lang nicht mehr...
Ohne jetzt gross in den Erlebnisbericht Modus zu verfallen, muss ich nur kurz loswerden, dass sich dieser aeusserst surreale Trip schon jetzt sowas von gelohnt hat und dass ich auf diesem japanischen Keyboard keine f$#ing Satzzeichen finde.
Ich merke gerade, dass ich nach jedem zweiten Wort einnicke, aber eine Story muss ich unbedingt noch loswerden:
In der Silvesternacht sind wir irgendwann frueh morgens zu einem Tempel gegangen, wo sich die Japaner fuers neue Jahr was wuenschen. Da es wie gesagt schon etwas spaeter war, konnte ich keinen so klaren Gedanken fassen und hab mir einen rosanen Pudel gewuenscht. Johannes hat dann noch bekraeftigend sowas wie "Bring the Poodle to the Noodle" gebetet und damit war die Sache EIGENTLICH erledigt. Doch weit gefehlt: Nach ein paar Minuten taucht neben mir ein kleiner rosaner Pudel auf, als waere das das Normalste von Japanien. OK, es war kein Pudel sondern irgendein anderer kleiner Hund und er hatte auch nur ein pinkes Kleidchen an, aber ich denke mal ihr seid von der Geschichte genauso geplaettet wie ich. Danach ist der Kleine noch auf einem kleinen Hundefahrrad gefahren (nicht besonders gut wenn ich ehrlich bin), aber ich war doch zu Traenen geruehrt.

Ihr seht also, seltsame aber extrem lustige Dinge passieren im Land der unbegrenzten Sushi Roellchen. Machts gut und sagt im Chor: "Bring the Poodle to the Noodle!!!"

Euer Michi
PS: heute meinen ersten Zen Steingarten gesehen. Leos Bemerkung: "Ich wuerde darin gerne einen Snow Angel machen."

Montag, 31. Dezember 2007

Ueno - Kinack (NEW YEARS EVE)

Zehn, neun, acht... Ein gesundes und frohes Jahr 2008!!! Wir sind schon drin. Der Gig im Kinack war sehr cool und wohl auch nochmal eine Steigerung zum Plug. Mit ca. 40 harten Dead-, Phish-, und vielleicht auch schon ein bisschen Shroomheads haben wir ins Neue Jahr gefeiert. Ein großer Teil des Abends haben wir der Farmhouse-CD von Phish gewidmet. Der Rest waren dann noch ein paar Marsis-Songs und eine ausgedehnte Jamsession mit den Jungs von Fly. Ich würde sagen, dass wir mehr als 3 Stunden gespielt haben.

Die jetzt kommende Pause haben wir uns redlich verdient. Außerdem müssen einige Leute (mich eingeschlossen) erstmal wieder gesund werden. Leider heißt es morgen um 11 Uhr schon wieder auschecken. Wir haben versucht die Räume nochmal für den Nachmittag zu bekommen und somit länger schlafen zu können, aber das hat nicht geklappt! Vielleicht können wir den Tag aber in einem öffentlichen Badehaus verbringen. Abends steigen wir dann in den Nachtbus nach Kyoto.

Der nächste Gig ist erst wieder am 4. Januar. Bis dahin heißt es auftanken!!! Vielen Dank für die zahlreichen Neujahrs-Wünsche. Ich glaube, dass ich im Namen von uns allen sagen kann, dass wir uns immer über Eure Nachrichten freuen und für diese mentale Unterstützung auch sehr dankbar sind. Sorry, ich bin schon wirklich sehr müde und deswegen wohl auch etwas sentimental. Feiert schön, ihr habt jetzt noch 3 Stunden, bei uns ist es 5 Uhr nachts. Wir wünschen Euch alles Gute und ein Frohes Neues!!!

So, Japan macht die Schotten dicht! Oyasumi!

Shibuya - Plug

Jetzt sind wir wohl da. Zumindest war das gestern ein super Konzert. Das Plug liegt ganz zentral direkt neben der Shibuya Station, also ganz in der Nähe dieser berühmten Kreuzung in Shibuya. Der Club war super und mit ungefähr 100 Leuten auch gut gefüllt.

Shibuya-Crowd

Hätte man zu dieser Spielzeit in Deutschland spielen müssen, wären wohl ca. 7,5 Leute da gewesen. Als wir aber um 18 Uhr angefangen haben, haben alle schon ganz gespannt vor der Bühne gestanden. Diesmal haben wir dann auch wirklich 70 Minuten (wie vereinbahrt) gespielt und hatten einfach einen Heidenspaß. Auch der Sound war bedeutend besser als die Tage zuvor.

Shibuya-Plug

Ich bin gespannt, wann und ob, die ersten Shows auf Archive.org hochgeladen werden. Wir haben zwar ein eigenes Aufnahmegerät dabei, aber bisher wurde jede Show von anderen (u.a. Chikaho) getapped. Deswegen haben wir dann auf eigene Aufnahmen verzichtet.

Heute geht es bald in ein neues Hotel und dann werden wir mal sehen, was der Start ins Neue Jahr so bringt. Heute Nacht werden wir auf jeden Fall alle im Tempel beichten.

In diesem Sinne...

Sonntag, 30. Dezember 2007

Enoshima - Oppa-La

Man, man, man. Gestern haben wir würde ich behaupten in einem perfekten Umfeld gespielt. Ein Club, der exakt für Jambands geschaffen worden ist, lauter Hammer Bands und was das Beste war ein voller Club mit ca. 200 Leuten.

Wir haben ca. um 1 Uhr nachts zu spielen begonnen und haben 90 Minuten Spielzeit vor uns. Was machen die verpeilten Marsis mit 90 Minuten Spielzeit? Naja, im gestrigen Fall, spielen sie 45 Minuten, fragen dann verstrahlt ins Publikum, ob sie schon überzogen hätten. Da nur missverständliche Antworten zurückkommen spielen sie noch einen Song und hören dann auf!!!! Die Marsis, die Deppen!

Da haben wir’s mal richtig verpatzt. Das Gute ist vielleicht, dass Michi eh schon mit seiner Stimme kämpft und wir ihn so noch ein bisschen geschont haben. Das Schlechte ist, dass es einfach unhöflich und arrogant wirken könnte. Deswegen haben wir uns dann tausendmal bei den verschiedensten Leuten entschuldigt und werden auf jeden Fall dafür sorgen, dass so was nicht mehr vor kommt.

Das war’s erstmal für heute, ich geh die Anderen wecken. Wir sind seit 7 Uhr im Bett und jetzt ist es 12:53 Uhr. Um 13.30 Uhr sollen wir im Club sein. Auch heute Nacht wird es lange werden.

Machts gut und schlaft noch ne Runde für uns mit!

Freitag, 28. Dezember 2007

Kashiwa - Drunkard's Stadium

So, es ist 3:04 Uhr. Wir haben unseren ersten Gig in Japan hinter uns. Wir sind zufrieden, vorallem auch über die Reaktionen des Publikums, aber wissen auch, dass wir das durchaus noch steigern können. Heute haben wir nur Englisch und Japanisch gesprochen. Thomas meint, mehr Deutsch (auf der Bühne) wäre auch o.k.. Das kommt dann vielleicht morgen.

First-Gig

Das Konzert war nicht so voll besucht, aber die Leute die da waren haben doch ganz gut gefeiert und uns sogar zu einer Zugabe aufgefordert. Das "Klatsch-" und "Zugabeverhalten" ist gar nicht so gewöhnlich hier, mussten wir bei den ersten Bands feststellen.

Ich kann es nur von mir sagen, aber spreche den anderen wohl aus der Seele. Ich fühl mich saumüde/-wohl! Oyasumi!

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31.05.: Immeldorf
25.07.: Schwabach

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